29.07.2026
Die Kindernothilfe Österreich verbindet in ihrem neuen Kochbuch Geschichten aus aller Welt mit herrlich authentischen Rezepten.

Wer glaubt, ein Kochbuch könne nur Inspiration für das nächste Abendessen liefern, wird hier aufs Schönste eines Besseren belehrt. Mit „Zutaten für eine bessere Welt: Kochen verbindet” bringt die Kindernothilfe Österreich ein Buch auf den Tisch, das gleichermaßen Herz wie Gaumen anspricht. Die Hilfsorganisation setzt sich seit Jahren weltweit für eine lebenswerte und selbstbestimmte Zukunft von Kindern ohne Armut, Ausgrenzung und Gewalt ein – und nutzt hier das Thema Essen als Brücke zu ganz unterschiedlichen Lebenswelten.
Die kulinarische Reise führt auf insgesamt 155 Seiten durch Afrika, Asien, Moldau und Lateinamerika. Ein durchgängiges Detail: Das Buch ist zweisprachig aufbereitet. Sämtliche Texte stehen sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch Seite an Seite, was den Band auch für internationale Leser:innen zugänglich macht (oder für all jene, die ihre Englischkenntnisse aufpolieren wollen).
Gestalterisch dominieren bunte, sehr lebendige Fotos aus den jeweiligen Regionen. Die Bilder zeigen Frauen und Kinder beim Zubereiten der Speisen und vermitteln einen direkten Eindruck vom Alltag vor Ort. Neben den eigentlichen Gerichten erfährt man viel über die Kultur der Länder, die Arbeit der Kindernothilfe vor Ort und begegnet immer wieder regionalen Sprichwörtern wie etwa der Weisheit aus Uganda: „Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam.”
Was die insgesamt 30 Rezepte betrifft, setzt das Buch auf Authentizität. Das ist spannend, bringt aber durchaus die eine oder andere Herausforderung mit sich: Wer Gerichte wie die honduranischen Baleadas oder einen sri-lankischen Weihnachtskuchen originalgetreu nachkochen möchte, wird im Standard-Supermarkt womöglich nicht fündig. Zutaten wie spezieller honduranischer Käse oder sri-lankische Kürbiskonfitüre erfordern etwas Recherche und einen Ausflug in den nächsten Exotiksupermarkt. Hat man alle Zutaten jedoch einmal beisammen, kocht man hier Gerichte, die man so vermutlich so noch nie gegessen hat. Praktisch ist auch: Zu vielen Rezepten gibt es direkt im Buch QR-Codes beigefügt. Scannt man diese ab, gelangt man zu passenden Kochvideos, die das Nachkochen Schritt für Schritt begleiten.
Wer auf der Suche nach gewöhnlichen Alltagsrezepten ist, wird hier eher nicht fündig. Wer sich jedoch für fremde Kulturen interessiert und Freude daran hat, auch einmal völlig unbekannte Speisen zu entdecken, bekommt hier ein informatives und liebevoll gestaltetes Nachschlagewerk an die Hand.

© Kindernothilfe

© Kindernothilfe

© Kindernothilfe

© Kindernothilfe
„Gaeng Khiau Wan” – Mildes grünes Thaicurry
Zutaten:
Zubereitung:
Den Reis waschen und kochen. Die Melanzani vierteln, die Chilischoten sowie das Huhn oder den Tofu schneiden.
In einem großen Topf oder Wok die Kokosmilch langsam erhitzen, bis die Kokosmilch auf der Seite des Topfes ganz hell wird und sich das Aroma gut verbreitet. Thai-Grüncurry-Paste hineingeben und 2 bis 3 Minuten anbraten, bis es duftet.
Das Huhn (oder Tofu) dazugeben und außen gut anbraten. Zucker und Fischsauce (Salz) untermischen und unter ständigem Rühren braten.
Die restliche Kokosnussmilch einrühren, bis sie kocht. Maximal 500 ml Wasser hinzufügen und aufkochen lassen. Die geschnittenen Melanzani dazumischen, bis sie gekocht sind.
Vom Herd nehmen und Thai-Basilikum und Chilischoten als Deko dazumischen.
Das Thai-Grüncurry heiß über den gekochten Jasminreis geben und servieren.
Guten Appetit!

Kindernothilfe Österreich
ISBN 978-3-903654-03-7
155 Seiten, hardcover
Für 26 Euro via kindernothilfe.at oder in allen gut sortierten Buchhandlungen erhältlich.
von Angelina Rebel












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