22.10.2026
Ikonen wie Bründlmayer und Malat erreichen neue Rekordwerte bei internationalen Medien. PLUS: Best-Of-Sekt aus dem neuen Weinguide.

Wenn am 22. Oktober der Tag des Sekt Austria gefeiert wird, gibt es gleich mehrere Gründe, die Korken knallen zu lassen. Österreichische Spitzensekte sorgen international zunehmend für Aufsehen und müssen den Vergleich mit renommierten Schaumweinen aus aller Welt längst nicht mehr scheuen.
Besonders erwähnenswert ist die Bewertung des Blanc de Noirs Extra Brut Reserve 2016 vom Weingut Bründlmayer, der vom renommierten Fachmagazin The Wine Advocate mit 97 von 100 Punkten ausgezeichnet wurde. Das Weingut Malat durfte sich beim Concours Mondial de Bruxelles über Großes Gold für seine Große Reserve Furth bei Göttweig 2016 freuen. Schlumberger wiederum erreichte bei den Decanter World Wine Awards beachtliche 96 Punkte für die Große Reserve 2017.
Erst am 19. Oktober wurde der Gault&Millau-Weinguide bei einer feierlichen Gala im Hilton Vienna Park präsentiert (alle Ergebnisse in der Übersicht). Die eingereichten Sekte erreichten ein neues Qualitätsniveau, hier ein Best-Of:

Der Zeitpunkt für den Feiertag ist gut gewählt: Rund 45 Prozent der jährlichen Sektmenge werden traditionell zwischen Ende Oktober und Silvester konsumiert. Insgesamt werden in Österreich jährlich rund 33 Millionen Flaschen Sekt getrunken, davon stammen etwa acht Millionen aus heimischer Produktion. Die übrigen 25 Millionen Flaschen werden importiert.
Obwohl der gesamte Schaumweinmarkt laut IWSR 2025 gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent zurückgegangen ist, zeigt sich langfristig eine stabile Entwicklung. Besonders erfreulich ist die steigende Nachfrage nach hochwertigen Produkten. Einen regelrechten Boom erlebt alkoholfreier Schaumwein: Mit 720.000 Flaschen hat sich dessen Absatz innerhalb eines Jahres verdoppelt.
Während ältere Jahrgänge internationale Erfolge feiern, stellt die jüngste Ernte die Produzent:innen vor besondere Herausforderungen. Der heiße Sommer 2026 führte zu einem ungewöhnlich frühen Lesebeginn. Österreichweit wird eine Weinernte von rund 1,7 Millionen Hektolitern erwartet, was einem Minus von 28 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre entspricht. Rund zehn Prozent der Weinmenge werden üblicherweise zu Sekt verarbeitet.
Qualitativ könnte der Jahrgang dennoch einiges bieten: Die Grundweine präsentieren sich laut ersten Einschätzungen besonders feinaromatisch. In heißen Lagen entwickelten die Trauben zudem etwas mehr Gerbstoffe, was insbesondere Blanc de Noirs und Rosé-Sekten zusätzliche Struktur verleihen könnte.
Der Tag des Sekt Austria bietet jedenfalls einen willkommenen Anlass, die Vielfalt heimischer Schaumweine neu zu entdecken. Zahlreiche Veranstaltungen machen den Zugang zum Thema noch prickelnder.
von Bernhard Degen












Melden Sie sich kostenlos für unseren wöchentlichen Newsletter an.