12.01.2026
Der Feuersbrunner Visionär ist im Alter von 54 Jahren völlig unerwartet verstorben.

Es war zu einer Zeit, da sprach noch niemand vom Klimawandel und am Wagram war man froh, wenn die regionstypischen Sorten wie Grüner Veltliner und Riesling auch wirklich reif wurden. Im Jahr 1992 hat Anton Bauer den Nebenerwerbsbetrieb seiner Eltern mit rund drei Hektar Weingärten übernommen. Da war er gerade einmal 21 Jahre alt. Aber er hatte am Weingut des Stifts Göttweig schon wertvolle Erfahrungen sammeln können und durch seine Reisen nach Frankreich Weitblick gewonnen. Er setzte konsequent auf Rotwein und wurde für seinen Mut belohnt, denn schon früh erzielte er höchste Bewertungen für seinen Pinot Noir oder seine Cuvées. Mit Fleiß, Hartnäckigkeit und Talent hat er über die Jahre die Größe des Weinguts mehr als verzehnfacht und in alle Welt exportiert.
In seinem Winzerleben erlebte der Niederösterreicher Höhen und Tiefen. Zuletzt machte ein Insolvenzverfahren mit letztendlich gutem Ausgang Schlagzeilen. Zu seinen schönsten Erfolgen gehören zweifellos die Spitzenbewertungen für seine Top-Rotwein-Cuvée “Legendär” oder die Auszeichnung zum Winzer des Jahres von Falstaff.
Übereinstimmende Pressemeldungen berichten nun vom völlig unerwarteten Ableben von Anton Bauer im Alter von 54 Jahren. Den Berichten zufolge starb er an einem Herzinfarkt. Mit seinen Pionierleistungen, seiner ruhigen Art und seinen großartigen Weinen wird er uns lange in Erinnerung bleiben. Unser ganzes Mitgefühl gilt seinen Hinterbliebenen.
von Bernhard Degen












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