29.01.2026
Die umtriebige Barkeeperin entert Mama’s Bar in der Wiener Teinfaltstraße und gibt einen Vorgeschmack auf ihre erste eigene Bar.

„Meine Bar wird Sbagliata heißen“, erzählte mir Isabella Lombardo schon im Sommer des Vorjahres. Sbagliato ist italienisch und bedeutet so viel wie falsch oder unangemessen, im Konnex mit der bekannten Barkeeperin folgerichtig mit weiblicher Endung. „In meiner Bar soll nicht alles korrekt ablaufen, es dürfen Fehler gemacht werden – wer will denn schon perfekt sein? Ich bin es auch nicht.“ Der Name ist Programm, das stimmt leider auch für die Gegebenheiten im Wunschlokal in der Laimgrubengasse. (Feinschmecker kennen es noch als Ludig van, seinerzeit mit drei Hauben dekoriert.) Die für Herbst geplante Eröffnung musste wegen problematischer Lüftungshardware auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
Untätig herumsitzen zählt nicht zu den favorisierten Beschäftigungen der quirligen Isabella Lombardo, das zeigte sie bei mehreren Guestshifts, unter anderem bei einem gefeierten Einsatz auf der Gault&Millau Genussmesse. Und weil sich die Arbeiten an der Lüftungsanlage noch weiter hinziehen, startet sie ab 9. Februar eine Pop-up-Bar in der Wiener Teinfaltstraße, ein Takeover der Mama’s Bar von Sebastian Müller-Klasz. Gemeinsam mit Katharina Gazda und Solmaz Engelhardt wird sie bis Ende März Drinks wie den Negroni Sbagliato, einem der besten Versehen der Cocktailgeschichte, mixen.
„Wir glauben daran, dass aus Zufällen und aus dem Ungeplanten die besseren Abende entstehen und dass aus kleinen und großen Fehltritten oft verdammt gute Drinks werden. Fehler machen lieben wir. Gute Drinks noch mehr.“
Isabella Lombardo
Sbagliata Affairs – Takeover der Mama’s Bar
Teinfaltstraße 9, 1010 Wien
Montag bis Donnerstag, 17–1 Uhr
von Bernhard Degen












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