27.03.2025

Wein Burgenland regierte in der Hofburg

Rund 2.000 Gäste verkosteten die Weine von 114 Weingütern. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen ist das Interesse nach wie vor groß.

Verkostung in der Hofburg
Verkostung in der Hofburg © ÖWM / www.pov.at

“Wir haben genug gejammert”, proklamiert Herbert Oschep bei einer Pressekonferenz am 24. März in der Wiener Hofburg, dem Schauplatz der großen Jahrgangsverkostung burgenländischer Winzer*innen. Der Obmann der Wein Burgenland will mit positiver Weinwerbung geändertes Konsumverhalten mit geringerem Alkohlkonsum wett machen. Einen Hebel dafür sieht Geschäftsführer Christian Zechmeister im Weintourismus – alleine zum Martiniloben kamen im Jahr 2024 rund 60.000 Besucher*innen. Diesem Erfolgsbeispiel folgend sieht der Marketingprofi besonders in den Randsaisonen Chancen für den burgenländischen Tourismus und die Weinwirtschaft.  

2024 verzeichnete der burgenländische Tourismus mit 3,28 Millionen Nächtigungen einen neuen Rekord. Rund 23 Prozent der Gäste nannten Kulinarik und Wein als Hauptmotive für ihren Besuch. Mehr als 65.000 Besucher*innen nahmen an zahlreichen Weinveranstaltungen teil. 2.300 Weinfreund*innen pilgerten auch am 24. März in die Hofburg, um sich Eindrücke von den frisch gefüllten Weinen zu machen. 114 Betriebe stellten ihre Errungenschaften vor – eine Steigerung von 15 Prozent zum Vorjahr. 

Der Weinjahrgang 2024

Mit etwa 504.000 Hektolitern war die Ernte 2024 mengenmäßig kleiner, doch den Funktionär*innen zufolge qualitativ vielversprechend. Ein warmer Frühling und Sommer führten zu einer frühen Lese im August. Die im Burgenland vergleichsweise moderaten Regenfälle hatten nur geringen Einfluss auf die Qualität der Weiß- und Rotweine. Besonders hervorzuheben sind edelsüße Weine aus der Region Neusiedler See mit perfekter Edelfäule.

weinburgenland.at

von Bernhard Degen

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