23.03.2026
Gault&Millau hat Essiggurkerl aus heimischen Supermärkten verkostet. Das Ergebnis: ein klarer Sieger und ein enges Rennen um die weiteren Plätze.

Sie werden in den Aperitif eingebaut, paniert, knusprig herausgebacken oder als Brunnen mit Gurkerlwasser-Fontänen inszeniert. Besonders in den sozialen Medien erlebt das Essiggurkerl derzeit eine Renaissance und findet dabei Eingang in mehr oder minder abenteuerliche Rezeptkreationen.
Hierzulande wird das Essiggurkerl als solches freilich seit langer Zeit geschätzt. Ob beim Würstelstand als Beigabe zur Käsekrainer, auf der Brettljause oder als unverzichtbares Topping im Wurstsemmerl. Gerade weil dieser urösterreichische Snack so verbreitet ist, gibt es ebenso viele Produzent:innen, die die grünen, eingelegten Früchte in den Lebensmittelgeschäften anbieten.
Aus diesem Grund hat das Gault&Millau-Team in Wien und Umgebung anonym eingekauft und die verschiedenen Essiggurkerl blind verkostet. Kurz vorweg: Der Fokus lag auf kleinen Exemplaren mit einer Länge von etwa drei bis sechs Zentimetern; also auf klassischen Cornichons ebenso wie auf Essiggurkerln, die dieser Größe entsprechen.
Der Einladung von Gault&Millau folgten kundige Essiggurkerl-Expert:innen: Kochbuch-Autorin Alexandra Palla, Patricia Pölzl vom Würstelstand „eh scho wuascht”, die Sensorikerinnen Romana Fertl und Caroline Schlinter-Maltan sowie Bernhard Degen und Derya Metzler von Gault&Millau.
Bevor die erste Runde der Essiggurkerl offiziell verkostet wurde, erhielt die Jury ein sogenanntes „Pegelgurkerl“. Dieses wurde – im Gegensatz zur anschließenden Blindverkostung – gemeinsam verkostet und besprochen, um ein kollektives Verständnis für die Bewertungskriterien zu entwickeln.
Anschließend wurden 13 verschiedene Essiggurkerl blind beurteilt. Im Fokus standen dabei Geruch, Mundgefühl bzw. Knackigkeit sowie der Geschmack. Auch die Farbe war für die Bewertung nicht unbedeutend, da tiefgrüne Gurkerl in der Regel auf besondere Frische schließen lassen.
Das ideale Essiggurkerl zeichnet sich durch eine ausgewogene Süß-Säure-Balance und einen knackigen Biss aus, keinesfalls darf es „labbrig“ sein. Auch die Gewürze spielen eine wichtige Rolle: Sie sollen das Aroma unterstreichen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.




*ex aequo Platzierungen
Preisangaben jeweils pro Glas.
Tipp: Das Team von ORF konkret hat die Verkostung begleitet und bringt den Bericht am Montag, 23.3. 18:30 Uhr auf ORF 2.
von Derya Metzler












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