01.12.2025
Gault&Millau hat im Rahmen einer Blindverkostung das alkoholfreie Weinsortiment von INTERSPAR weinwelt unter die Lupe genommen.

Unsere Trinkkultur verändert sich stetig. Die Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen zu Wein steigt kontinuierlich, nicht zuletzt durch Bewegungen wie den „Dry January“. Dieser Trend hat zur Folge, dass sich immer mehr Winzer:innen intensiv mit dem Thema Alkoholfrei auseinandersetzen und entsprechende Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Von Verjus und Traubensäften bis hin zum Wein ohne Alkohol. Eines vorweg: Von alkoholfreien Weinen ist die Rede, wenn sie einen Alkoholgehalt von unter 0,5 Vol.% aufweisen. Üblicher ist im Fachjargon jedoch die Bezeichnung „entalkoholisierter Wein“.
Während bei Verjus und Traubensäften die Trauben lediglich gepresst und gegebenenfalls filtriert sowie pasteurisiert werden, kommen bei entalkoholisierten Weinen zusätzliche Herstellungsschritte zum Einsatz. Entscheidend ist es dabei, die Aromen und geschmacksprägenden Stoffe möglichst vollständig zu erhalten.
Im Rahmen einer Blindverkostung hat sich die Gault&Millau-Redaktion – allen voran Herausgeber Karl Hohenlohe sowie Wein- und Online-Chefredakteur Bernhard Degen – intensiv dem Thema entalkoholisierte Weine gewidmet. Unterstützt wurden sie von Wein-Journalist Alexander Lupersböck, Wein-Expertin Isabella Kitzwögerer und Gault&Millau-Redakteurin Derya Metzler. Für die Verkostung wurden insgesamt zwölf Produkte aus dem INTERSPAR weinwelt Sortiment ausgewählt, von Schaumwein bis hin zu weißen und roten Positionen. Die Weine wurden immer paarweise blind eingeschenkt und direkt nebeneinander verkostet, um Unterschiede in Aromen, Geschmack und Qualität möglichst objektiv einschätzen zu können.




Die Verkoster:innen waren durchwegs überrascht, dass ein Rotwein am besten bewertet wurde. Bisherige Erfahrungswerte zeigten, dass sich entalkoholisierter Rotwein im Vergleich mit Weiß- oder Schaumweinen schwer getan hat. Ganz anders der All Zero Red von Michael Allacher, der im Duft sofort an fruchtigen Zweigelt erinnert hat und dessen Tannine, Säure und Süße perfekt balanciert waren. Der zweitplatzierte Grüne Veltliner vom Landhaus Mayer fiel ebenso durch gute Balance auf: Apfelnoten und etwas Kräuter in der Nase, Saftigkeit und gezügelte Süße am Gaumen standen für viel Weincharakter. Rang drei war durch das Attribut "fassgereift" eine Selten- und Besonderheit. Die Beschreibungen der Blindverkostung machte eine Fassreife aber absolut nachvollziehbar: Vanille, Verbene und Heu in der Nase, am Gaumen weich, runde Tannine und gute Länge.
Zu betonen ist, dass Produkte dieser Art aufgrund des fehlenden Alkohols als Geschmacksträger als eigene Getränkekategorie betrachtet werden sollten und nicht mit ihren alkoholischen Verwandten verglichen werden dürfen. Behält man dies im Hinterkopf, zeigt die Verkostung ein insgesamt erfreuliches Qualitätsniveau. Kein Produkt ist geschmacklich durchgefallen; die Stillweine erwiesen sich als spannende Optionen – besonders die Roten überraschten und überzeugten durch Würze und Gerbstoffe und eignen sich hervorragend als Speisebegleiter. Die Schaumweine gefielen durch fruchtig-florale Noten und eignen sich als Solisten zum Anstoßen, sie lassen sich aber auch gut in Kombination mit Sirupen oder Ähnlichem als Aperitif zubereiten. Bester Schaumwein in der Verkostung war der Spumino von Kattus.
Am Ende geht es darum, in geselliger Runde gemeinsam eine Flasche zu genießen. Und das, so unser Resumée, funktioniert freilich auch mit entalkoholisiertem Wein.
Zum AF-Sortiment von INTERSPAR weinwelt: interspar.at/alkoholfreie-weine
(bezahlte Einschaltung)












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