18.07.2023
Der Bartender der Émile-Bar im Hilton Plaza Vienna setzt sich in einem hochkarätigen Finale im Wiener Volksgarten durch.
Tiki Drinks haben in den vergangenen Jahren ein farbenfrohes Revival gefeiert und sind aus der heimischen Barszene nicht mehr wegzudenken. Vor allem die geheimnisvollen Totem-Becher finden wirkungsvoll Einsatz. Die erste große Tiki-Welle ging im Jahr 1959 von Hawaii aus, als die Inselgruppe 50. Bundesstaat der USA wurde. Was in der Mode auch als Polynesian Pop bekannt wurde und sich mittels farbenfroher Hawaii-Hemden manifestierte, kam in der Barszene in Form von exotischen Cocktails überwiegend mit Rum und Fruchtsäften sowie üppiger Garnierung an.
Leidenschaftlichen Tiki-Vertreter*innen wie Julia Kub und Markus Altrichter ist es zu verdanken, dass Wien zum Herz der europäischen Tiki-Begeisterung wurde. Zu den wichtigsten Zutaten von Tiki-Drinks gehören der Rum-Likör Falernum und der Passionsfrucht-Mix Fassionola – beides wird von den beiden hergestellt (Old Judge). Fassionola ist übrigens Zutat im Originalrezept des berühmten Hurricane-Cocktails, Kub und Altrichter sind europaweit die einzigen Produzent*innen.
Der Höhepunkt des heimischen Tiki-Jahres ist der international ausgeschriebene Cocktail-Wettbewerb Tiki-Match. Nach umfassender Einreichphase und Vorausscheidung wurde Ende Juni im Wiener Volksgarten der Sieger ermittelt. Phillip Cortez, der Bartender der Émile-Bar im Hilton Plaza Vienna, bewältigte die zahlreichen Challenges am besten und wurde von den fast 200 anwesenden Gästen gefeiert. Er darf sich über einen 1.500-Euro-Reisegutschein und einen gravierten Spiegel-Pokal freuen. Im Finale setzte er sich gegen hochkarätige Mitstreiter wie Laurynas Lazdauskas vom Flying Dutchman in Amsterdam, Chris Krampl von der Viertel 4-Bar in Graz sowie Sascha Chladek aus der Roten Bar in Nürnberg durch.
Die Entscheidungsgewalt lag bei einer internationalen Jury mit folgenden Mitgliedern:
von Bernhard Degen
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