04.11.2026
Das Gastro-Trio hinter Bistro Fantasy, Brutal am Markt und Café Florida tischt nun im Funkhaus-Foyer auf – bis Mai 2027.

Wo früher Gäste empfangen wurden, werden ab 4. November Drinks gemixt und moderne französische Cuisine serviert. Das umtriebige Gastro-Trio rund um Javier Mancilla, Xaver Kislinger und Alireza Jokar hat nämlich ein neues Bistro eröffnet. Die drei sind in der Wiener Gastronomie längst keine Unbekannten mehr. Mit dem Bistro Fantasy, dem Brutal im Marktraum und dem Café Florida haben sie bereits einige Lokale auf die Beine gestellt. Nun kommt mit „Zur alten Liebe” ein weiteres hinzu, wenn auch nur für eine kurze Liaison.
Die Idee dazu kam im vergangenen Sommer von Jürgen Weishäupl, dem Kulturmanager des Funkhauses. Er kam auf das Trio zu und fragte, ob es sich vorstellen könne, das Gebäude zwischenzeitlich gastronomisch zu bespielen. Sie bejahten. „Nach den Besichtigungen war schnell klar, dass wir ins Foyer einziehen wollen“, erzählen sie im Gespräch mit Gault&Millau.
Gesagt, getan: Innerhalb kürzester Zeit wurde der Eingangsbereich zum offenen Bistro umfunktioniert. Das Soft-Opening fand bereits Mitte Oktober statt, ehe die Halle für die Viennale wieder geräumt werden musste. Mit dem offiziellen Opening beginnt nun die eigentliche Liebesgeschichte. Der Name selbst sei übrigens, wie bei allen ihren Lokalen, eher „random“ entstanden, nämlich auf einer langen Autorundfahrt.
Mit der Einrichtung ging es ähnlich ungezwungen weiter. Vieles, was heute auf dem rosafarbenen Marmor-Schachbrett-Boden steht, war schon da oder stammt aus anderen Lokalen: die quadratischen und runden Metalltische mit den weißen Tischdeckerln etwa, um die teils Holzstühle und teils Stühle mit blau-gestreiftem Bouclé-Bezug gruppiert sind. Der rote, ovale Empfang am Ende der offenen Treppe wurde kurzerhand als rundum begehbare Bar umfunktioniert.
Gekocht wird in der ehemaligen Mensaküche. Als Küchenchef haben sie hierfür den jungen Vorarlberger Elias Tichy mit an Bord geholt. Auf der Karte stehen französisch angehauchte Speisen mit modernen Twists, etwa eine ganze gegrillte Makrele mit Sanddorn-Beurre-blanc (23 Euro) oder Hand Cut Beef Tartar mit Pommes allumettes, Jus und Anchovy-Mayo (15 Euro). Dem Namen gebührend, ebenso eine „Heiße Alte Liebe” (9 Euro). An den Gerichten werde laufend gefeilt, das solle man wissen. Alles „kann geteilt werden, muss aber nicht“.
Die Weinkarte haben die drei gemeinsam mit Weinskandal und Max Zankl kuratiert. Dazu kommen diverse Aperitivi und Cocktails, etwa der „Spicy Paloma“ (10 Euro) oder ein „Krokodil“ (13 Euro).
Bis Ende Mai 2027 bleibt das Trio im Funkhaus, danach c'est fini.
Dienstag bis Samstag, 17 bis 24 Uhr, Küche bis 22 Uhr
Argentinierstraße 30B, 1040 Wien
zuraltenliebe.com
von Angelina Rebel












Melden Sie sich kostenlos für unseren wöchentlichen Newsletter an.