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Dengertstraße 625 6580 St. Anton am Arlberg Tirol



Gault&Millau Punkte
Unten das Arl One: Partytempel an der Piste unterhalb der Galzigbahn, DJ-Kobel, Tänzerinnenbühne, Tische stabil genug, um in Skischuhen darauf abzutanzen. Eine Etage höher hat sich vor Kurzem etwas Erstaunliches eingenistet: ein hochklassiges Restaurant. Küchenchef Gustav Jantscher, zuletzt in veritablen Küchen am Arlberg und im Paznaun, ist Jäger, Züchter und Freigeist. Entsprechend wild ist auch seine Küche. Kompromisslos alpin und im Produkt schwer mit irgendetwas vergleichbar.
Das Menü eröffnet ein Raviolo mit Murmeltier und Zwiebel, gefolgt von Zunge vom Kahlwild mit Trüffelvinaigrette und Kartoffelbiskuit. Vom Steinbock kommt eine Essenz von unfassbarer Intensität, dazu eine Milzschnitte: über Jahre perfektioniert, längst mit Signature-Charakter.
Spätestens beim gebackenen Schnittlauch-Ei mit Bittersalat, Quitte, Hirschhirn und N25-Kaviar hat man vergessen, dass man in einer Skihütte sitzt. Beim Hauptgang, der Gams, ist man hin- und hergerissen zwischen perfekt gebratenem Rücken und den gerösteten Nieren rundherum. Zum Schluss Bergkäsecreme auf Milchhautchip sowie Enziancreme in weißer Schokolade mit Grantensorbet.
Daneben gibt es auch Bodenständiges, das man überaus ernst nehmen muss: Steinbockbratwurst mit Wacholdersenf, frisch gemacht – will heißen, der Wurstfüller wird aus dem Lager geholt und das Brät per Hand in den Darm gekurbelt.










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