19.03.2025

Best Of: Fünf Adressen für Ramen in Wien

Ramen geben Kraft, wärmen und sind der Inbegriff von Umami. Wir stellen fünf Lokale mit besonders hoher Suppenqualität in der Hauptstadt vor.

Ramen mit Tofu oder Fleisch
Ramen mit Tofu oder Fleisch © Maka Ramen

Die japanische Suppenküche ist gekommen, um zu bleiben. Das mag an ihrer Einfachheit liegen, denn oft braucht es bekanntlich nur wenig zum Glück: wie eine aromatische Brühe, handgemachte Nudeln und eine gehörige Portion unterschiedlicher Toppings. Aber freilich erfordern richtig gute Ramen ein entsprechendes Handwerk. Es gibt in Wien eine Handvoll Restaurants, die genau das bieten.

Mochi Ramen Bar

Bei Walk In-Restaurants bedarf es eines gewissen Wagemuts. Einmal mehr, wenn es sich um eine derart gefragte Adresse wie die Mochi Ramen Bar handelt. Wer einen Platz ergattert, wird aber augenblicklich belohnt – mit hausgemachten Nudeln, einer kräftigen Brühe und allerlei Toppings. Die Tonkotsu Ramen kommt mit gerolltem Schweinebauch, Pilzen, Bonitoflocken und Jungzwiebeln, das vegetarische Pendant mit Pilz–Miso-Suppe, gebratenen Austernpilzen, Tofu und Zuckerschoten (beide 16,90 Euro). Wahlweise können weitere Zutaten dazubestellt werden. Wer noch Platz hat, dem seien die handgemachten Mochi (4,50 Euro pro Stück) ans Herz zu legen. Und für den Fall, dass alle Plätze belegt sind, können im „Automato Shoppu“ vis-à-vis Ramen Kits für zu Hause mitgenommen werden.
Vorgartenmarkt Stand 12-29, 1020 Wien

Wan Tan Ramen
Wan Tan Ramen © Mochi Ramen Bar

Maka Ramen

Wer lebendiges Treiben mag, wird das Maka lieben. Die Inhaber*innen Katrin Wondra und Max Hauf haben mit ihrem kleinen Souterrain-Lokal einen Ort geschaffen, der für authentische Ramen steht, und dennoch immer wieder Neues bereithält. Umgeben von Wandmalereien der Künstlerin Denise Rudolph Frank kommen dampfende Nudelsuppen zu Tisch, die in ihrer Zusammenstellung ständig wechseln. In die fleischigen (Tonkotsu) oder veganen (Miso Cashew) Brühen kommen auf den Punkt gegarte, hausgemachte Nudeln und aufwendige Einlagen wie Sticky Tofu, gegrillter Mais und flambierter Schweinebauch (ab 17 Euro). Es wird geraten, einen gepflegten Hunger mitzubringen, denn genauso raffiniert wie die Ramen sind auch die japanischen Tapas (Kimchi Gyoza, Tuna Tatar, Agedashi Tofu).
Wimbergergasse 42/1, 1070 Wien

Wandmalerei von Künstlerin Denise Rudolf Frank
Wandmalerei von Künstlerin Denise Rudolf Frank © Maka Ramen

Karma Ramen

Die Lokalität an der rechten Wienzeile ist in puncto Ramen eine Institution. Seit 2015 wandern im Karma Ramen Suppenschalen über den Küchentresen – immer mit frisch zubereiteten Nudeln und kräftig-köstlichen Brühen. Obendrauf liegen Toppings wie weichgeschmortes Fleisch (Huhn, Schwein oder Rind), Bambussprossen (Menma), Morcheln und Chili-Knoblauch-Sardellen-Butter. Zwei Ramen-Varianten sind vegan, mit Dashi-Suppe und Pilzfond (alle 15,90 Euro). Genauso gut sind die Starters, besonders die in Buldak Sauce glasierten Rippchen (8,90 Euro) und die marinierten Melanzanischeiben (5,90 Euro).
Rechte Wienzeile 2, 1050 Wien

Oreno Ramen

Justin Cheng kennt sein Handwerk. Vor seiner Selbstständigkeit sammelte er Erfahrungen in namhaften (und bereits oben angeführten) Wiener Ramen Bars, dem Karma und der Mochi Ramen Bar. Seit 2019 serviert er im Oreno in der Lerchenfelder Straße seine eigene Version der japanischen Kultsuppe – und hat sich seither mehr als nur bewährt. Über allzu viel Platz verfügt an als Gast auch hier nicht, aber das ist auch wirklich nicht das, worum es geht. Das Wesentliche kommt aus der Küche und in Form einer prächtigen Suppe daher. Und das überzeugt auf ganzer Linie. Zu wählen ist zwischen fünf Varianten: drei mit Schweinebauch und Hühnerfaschiertem und zwei in veganer Ausführung mit Dashi-Brühe (Ab 15,50 Euro). Wer die vorgefertigten Ramen aufpimpen möchte, kann aus 14 Toppings wählen.
Lerchenfelder Straße 74,1080 Wien

Tori Paitan mit Huhn
Tori Paitan mit Huhn © Oreno Ramen

Shoyu Ramen

Hat eine Speisekarte Fotos der Gerichte abgebildet, kann das skeptisch stimmen und an Touristenfallen erinnern. Im Shoyu Ramen können wir getrost Entwarnung geben, hier erfüllen die Bilder gänzlich ihren Zweck und veranschaulichen, worauf man sich als Gast freuen darf. Neben vielen japanischen Tapas – Agedashi Tofu (6,50 Euro), Takoyaki (7,50 Euro), Tori Karaage (7,90 Euro) – liegt unser Fokus auf den Suppen, davon gibt es neun Variationen (ab 14,50 Euro). Von klassisch mit Shoyu und Miso bis hin zu Ramen mit Meeresfrüchten und Curry Tonkatsu. Für Veganer*innen gibt es auch eine Option. Abseits der Nudelsuppen können auch Reisgerichte wie Donburi und gebratene Udon geordert werden.
Seilerstätte 10, 1010 Wien

von Derya Metzler

*Unsere Auswahl ist rein redaktionell zusammengestellt. Sollten Sie der Meinung sein, dass ein Betrieb fehlt, freuen wir uns über Ihre und Anregungen.

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