Die Burgruine Weyer blickt herab auf den Weyerhof (1130 als Taverne erwähnt), wobei das Haus unten mit fein renovierten Stuben und alpiner Kost lockt – passend zum Ort. Feinschmecker sollten allerdings eine Regel beherzigen: Das Fine Dining muss vorbestellt werden. Dann überraschen Franz Meilinger und Team mit fünf oder sieben Gängen plus Weinbegleitung – alles ist noch mal eine Klasse besser geworden. Blätter einer Kapuzinerkresse, gefüllt mit Rahm: brutal intensiv. Hühneraustern auf Paprika: kraftvoll. Sanft ist die geflämmte Lachsforelle auf marokkanisch gewürztem Joghurt, Brennnessel gibt’s in jeder Form zum glasigen Kabeljau, der erstklassige Junghirsch kommt mit Himbeerkraut. Die Kombi aus Erdbeere und Waldmeister ist wunderbar. Und die Weine? Die kommen nur aus Österreich, darunter viele wenig bekannte Winzernamen. Das Menü: toll und überraschend einfallsreich!