11.02.2026
Charmantes Eckbeisl, Fine Dining in einer ehemaligen Bäckerei oder Dinner mit Stadtblick: Das sind favorisierte Date-Adressen der Gault&Millau-Redaktion für Wien.

Es betrifft den Valentinstag, aber eigentlich auch die anderen Tage im Jahr: Nicht selten werden Empfehlungen für Rendezvous-taugliche Restaurants in Wien gesucht. Die Gault&Millau-Redaktion hat sich deshalb zusammengetan und – abseits der besten Betriebe der Stadt – ihre Favoriten für ein Dinner in Zweisamkeit eruiert. Darunter ein einst uriges, ultracharmantes Wirtshaus, ein Wiener Klassiker und eine toskanische Enoteca.
Wie wäre es mit einem romantischen Abend im Eckbeisl? Das Bistro Flameau ist ein Potpourri aus Überliefertem der Vorbesitzerin Inge, gepaart mit der Handschrift der neuen Inhaber:innen Florian Gassmann und Alina Stantejsky. Neben dem Dartautomat steht der rege im Betrieb stehende Plattenspieler, der einem als Gast ein ebenso wohliges Gefühl wie im eigenen Wohnzimmer vermittelt. Worüber indessen sicherlich nicht jede Stube verfügt: die elaborierte Weinauswahl, unter anderem mit österreichischen, deutschen und französischen Positionen. Unsere Empfehlung: Pierogi mit dem/der Liebsten teilen, dazu ein Glas Aligoté.
Hohlweggasse 17, 1030 Wien
flameau.at
Stellen Sie sich einen Ort der zeitgemäßen Gastronomie vor, wo Speisen geteilt werden dürfen, aber nicht müssen. Dazu eine gehörige Portion Gastlichkeit, wie sie einem sonst in einer ländlichen Gastwirtschaft entgegentritt. Mit der Eröffnung ihres Restaurants Bruder haben Lucas Steindorfer und Hubert Peter vor sieben Jahren Maßstäbe gesetzt. Wer das Lokal in der Windmühlgasse betritt – sei es für ein Abendessen oder für die ab und an stattfindende Käsknöpfle-Partie (!) –, kehrt in der Regel wieder ein. Das liegt an den Gastgebern mit kärntnerischen und vorarlberger Wurzeln, freilich aber auch daran, was in der Küche und der Bar fabriziert wird. Die Speisen und Drinks sind immer hübsch anzusehen, gut gemacht, gern etwas extravagant. Und darüber freut sich das Romantiker:innen-Herz besonders: Zu all dem gibt es gedimmtes Licht, beleuchtete Einmachgläser und Kerzenschein.
Windmühlgasse 20, 1060 Wien
bruder.xyz
Fälschlicherweise wird das Restaurant im Hotel Motto vielfach für sein Frühstück besucht. Zugegeben: Es ist gut – dennoch sei Ihnen ein abendlicher Besuch ebenso ans Herz gelegt. Dann wartet im Chez Bernard eine entspannte Lichtstimmung, die das gepolsterte Mobiliar und den Blick in den sechsten Bezirk noch gemütlicher erscheinen lässt. In puncto Essensfragen dürfte für jede:n etwas dabei sein: Neben Kleinigkeiten wie gebackenen Eiern und Austern gibt es Miesmuscheln im Weißweinsud sowie Coq au Vin vom Maishuhn.
Schadekgasse 20, 1060 Wien
chezbernard.at
Die Kandlgasse in Wien Neubau beherbergt einen aufregenden urbanen Ort, der Menschen zusammenbringt. Gedimmte Lichter, die heimelige Atmosphäre und nicht zuletzt die Zugänglichkeit des Teams machen das Café Kandl für viele zum verlagerten Wohnzimmer. Ein Grund mehr für uns, das Restaurant für ein Dinner zu zweit zu empfehlen. Was hier zu Tisch kommt, ist avantgardistisch, verblüfft mitunter ob der Kombinationen und ist – auch sehr Date-freundlich, wie wir finden – zum Teilen gedacht. Aus Letzterem wird jedoch kein Aufhebens gemacht. Am Ende geht es schlicht darum, dass jede:r eine gute Zeit hat.
Kandlgasse 12, 1070 Wien
cafekandl.at
Für Liebhaber:innen der asiatisch-peruanischen Küche empfiehlt sich ein Besuch im DiningRuhm in Wien Wieden. Die umfangreiche Speisekarte erlaubt es, Menüs individuell zusammenzustellen. Unter anderem Mini-Tacos mit Yellowtail und Lachs, Austern-Ceviche, Nigiri mit Foie gras und gegrilltes Hirschfilet mit Kräuter-Gin-Teriyaki. Besonders herausragend ist die Produktqualität.
Lambrechtgasse 9, 1040 Wien
diningruhm.at
Im Hotel Sacher lebt ein Stück Wiener Geschichte, samt Prunk, Opulenz und Kaiserlichem. Zwischen reich tapezierten Wänden und vergoldetem Rahmenwerk kann entweder in der „Blauen“, „Roten“ oder in der „Grünen Bar“ Platz genommen werden. Ob auf einen Aperitif, für gehobene Wiener Küche oder ein mehrgängiges Menü. Etwas auf der nobleren Seite, aber definitiv immer ein Besuch wert.
Philharmonikerstraße 4, 1010 Wien
sacher.com
Wer ein Dinner in intimer Atmosphäre präferiert, ist im Kommod gut aufgehoben. Mit etwa 15 Sitzplätzen ist das Restaurant in der einstigen Bäckerei (die Holzvertäfelung samt Halterung für Brotlaibe erinnert daran) durchaus klein; und genau das macht den Charme aus. Die mehrgängigen Menüs sind puristisch, ohne Chichi, gekocht von einem jungen Küchenteam. Im Kommod fühlt man sich wohl behütet und in essens- sowie weintechnischer Hinsicht gut beraten. Schlechthin gemütlich, ganz dem Namen entsprechend – somit optimal für einen besonderen Abend zu zweit.
Strozzigasse 40, 1080 Wien
kommod-essen.at
Die Rosebar Centrala haust in einem urigen Wirtshaus. Was den Ort für Rendezvous besonders macht, sind das dunkle Holz, die reduzierte Lichtstimmung und die kleinen Bistrotische, an denen Platz genommen wird. Serviert wird, was auf den großen grünen Kreidetafeln steht. Oft bedeutet das: osteuropäisch angehaucht, manchmal britisch inspiriert, aber in jedem Fall immer wechselnd. Wie die bunt gefüllten Eier, Bittersalate in zitroniger Marinade mit kandierten Walnüssen oder die Blutwurst mit Apfel-Mostarda und Chicorée. Eine herrlich bodenständige Küche, die laufend neue Facetten zeigt.
Rauscherstraße 5, 1020 Wien
centrala.at
Italien ist für viele ein Lebensgefühl, das nicht selten mit Romantik in Verbindung steht. Im Restaurant Terrae wird diesem Gefühl Raum gegeben. Das toskanische Restaurant ums Eck der Albertina zeigt sich besonders abends stimmungsvoll: Mit Blick auf die offene Küche kommen Klassiker wie hausgemachte Pasta, aufgeschnittenes Entrecote mit Rosmarin-Erdäpfeln und Tiramisu zu Tisch.
Dorotheergasse 19, 1010 Wien
terrae.at
Als Abschluss für einen Spaziergang durch die Innere Stadt bietet sich ein Besuch im Tisch Restaurant an. Insbesondere für all jene, die pflanzenbasierte Kost bevorzugen. Nur ein paar Gehminuten hinter dem Rathaus entfernt versteckt sich das überschaubare und gerade deshalb so gemütliche Gasthaus. Gekocht wird vegan und mit spürbarer Liebe zur kreativen Küche. Auf der Karte findet man sowohl Hausmannskost als auch international angehauchte Gerichte, die je nach Jahreszeit um hauseigene Specials ergänzt werden. Wer danach noch Platz für Süßes hat, sollte unbedingt das Germknödel-Soufflé probieren.
Schlösselgasse 8, 1080 Wien
seite.tisch.wien
von Derya Metzler
*Unsere Auswahl ist rein redaktionell zusammengestellt. Sollten Sie der Meinung sein, dass ein Betrieb fehlt, freuen wir uns über Ihre und Anregungen.
















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